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Home»Aktuelles»Fluch oder Segen: Impact Lech 2026 widmete sich dem „Zeitalter der Daten“
Aktuelles

Fluch oder Segen: Impact Lech 2026 widmete sich dem „Zeitalter der Daten“

adminBy admin6. Juli 20263 Mins Read
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„Auch beim 5-Jahres-Jubiläum von Impact Lech bin ich meinem Konzept treu geblieben, hochkarätige Expert:innen aus unterschiedlichsten Disziplinen miteinander ins Gespräch zu bringen, um so zur Entwicklung tragfähiger Lösungen beizutragen“, erklärte Genetiker Markus Hengstschläger, der das intellektuelle Diskussionsformat jedes Jahr gestaltet und mit Lech Zürs Tourismus organisiert.
„Wir sind in Lech von Bergen umgeben, die manchmal auch Hindernisse darstellen, weil sie Grenzen ziehen. Bei Impact Lech sprengen wir Grenzen, indem Fachleute aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Industrie, dem Sport oder der Medizin gemeinsam über den Horizont hinausschauen und überlegen, wie man in Aktion treten kann“, betonte Christoph Brunner, Geschäftsführer von Lech Zürs Tourismus.
Daten als Chance und Herausforderung 
Das diesjährige Symposium, das unter dem Titel „Im Zeitalter der Daten“ stand, stellte die Frage in den Mittelpunkt, was Daten heute bereits leisten können – und was nicht. In über 25 Keynotes und Podiumsdiskussionen beleuchteten über 30 Fachleute Themen wie Datenqualität, Datenschutz, Datenhoheit, Infrastruktur und digitale Kompetenz ebenso wie Risiken rund um Fake News, Data Mining oder Cyberkriminalität.
Impulse aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft 
„Es passieren so viele Dinge, dass ich ehrlich sagen muss, ich kann dem kaum noch folgen. Ich benutze meistens immer noch meinen eigenen Verstand und versuche, Zusammenhänge selbst herzustellen – aber Künstliche Intelligenz spielt in der Medizin natürlich definitiv bereits eine große Rolle“, erklärte Medizin-Nobelpreisträgerin Katalin Karikó. „Die KI-Technologie ist superrasant, hier können Österreich und Europa aktuell nicht mithalten, wir sind zu langsam, zu behäbig, zu wenig risikofreudig. Das braucht es aber, um die Marktführerschaft in verschiedenen Branchen zu halten“, forderte KI-Pionier Sepp Hochreiter mehr Mut und Tempo im Umgang mit KI ein. Der Physiker und Komplexitätsforscher Stefan Thurner beleuchtete das österreichische Gesundheitssystem: „Personalisierte Daten sind derzeit nur sehr eingeschränkt nutzbar bzw. über weite Strecken nicht in einer Form verwertbar, die für die Analyse und die Planung des Gesundheitssystems nötig wäre. Mehr Transparenz und bessere Datennutzung könnten helfen, Abläufe besser zu steuern und langfristig die Kosten des Systems zu senken.“ Verbund-Chef Michael Strugl bestätigte, dass KI den Energiesektor revolutionieren würde: „Künstliche Intelligenz kann uns sehr helfen, ein hocheffizientes Energiesystem zu entwickeln, weil sie mit Flexibilitäten, die wir brauchen, perfekt umgehen kann. KI macht uns also besser, schneller und effizienter.“ Sok-Kheng Taing, Co-Founder des Software-Startups Dynatrace, betonte den Wandel in der Softwareentwicklung durch KI gestütztes Coding: „Entwickler:innen werden weiter gebraucht, aber Anforderungen verschieben sich hin zu besserer Problemdefinition, Architektur und Systemverständnis – und dazu, KI auch zu überwachen, um Kontrolle und Einordnung zu behalten.“ „Ich lehne KI nicht ab“, sagte Schauspieler Miguel Herz-Kestranek, „aber für Schauspieler und Sprecher bedeutet sie, dass ihr Überleben nicht mehr gesichert und der Beruf vom Aussterben bedroht ist.“ Die Problematik sei nur von der Politik zu lösen, die dringend Regelwerke, Vergütungswege und Rechtssicherheit für die Branche schaffen müsse. Zu den Highlights von Impact Lech 2026 zählte auch der Auftritt von Skistar Marcel Hirscher, der über Daten für die Entwicklung von Sportgeräten sprach und anregte, Technik aus der Formel 1 in den Skisport zu übertragen.
Wichtige Perspektiven auf das „Zeitalter der Daten“ vermittelten in Lech weiters unter anderem so hochkarätige Sprecher:innen wie der Physik-Nobelpreisträger Ferenc Krausz, André Heeg (Boston Consulting Group), Magdalena Hauser (CEO Parity Quantum Computing), Georg Kopetz (Gründer und CEO TTTech), Valerie Hackl (Geschäftsführerin GasConnect Austria), Sok-Kheng Taing (Gründerin des US-amerikanischen KI Technologieunternehmens Dynatrace), Cindy Candrian (Gründerin des Schweizer KI Startups Delta Labs), Yat Siu (Gründer des Hongkong Krypto- und Blockchainfirmenverbundes Animoca Brands), Patricia Neumann (CEO Siemens Österreich), Skisprung-Legende Toni Innauer oder Paul Achleitner (ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender Deutsche Bank).
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