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Wissenschaftler entdecken bei einer Tiefsee-Expedition vor Japan „Leben in einem gläsernen Schloss“ und Dutzende neuer Arten

adminBy admin1. April 20262 Mins Read
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Divers jump back into the water after connecting JAMSTEC's manned submersible, Shinkai 6500 to the crane to be lifted back onto RV Yokosuka after a dive. (Paul Satchell-The Nippon Foundation-Nekton Ocean Census/©JAMSTEC)

Im Rahmen einer groß angelegten internationalen Initiative zur Erfassung des Lebens in den Tiefseegebieten Japans wurde nach einer bahnbrechenden Expedition der The Nippon Foundation-Nekton Ocean Census und der Japanischen Agentur für Meeres- und Geowissenschaften (JAMSTEC) die Entdeckung von 38 neuen Arten bestätigt.

Im Rahmen der Mission im Juni 2025, die an Bord des Forschungsschiffs Yokosuka und des bemannten Tauchboots Shinkai 6500 durchgeführt wurde, wurden über 528 Exemplare gesammelt. Im Oktober 2025 kamen Taxonomen aus aller Welt im Hauptsitz von JAMSTEC zu einem Workshop zur Artenentdeckung zusammen, um diese Ergebnisse zu überprüfen und die wissenschaftliche Veröffentlichung zu koordinieren.

Zu diesen Entdeckungen gehören zwei bahnbrechende Studien: eine umfassende Studie in der Fachzeitschrift Ecosphere unter der Leitung des JAMSTEC-Forschers Dr. Chong Chen, die eine Verfünffachung der bekannten Artenvielfalt an den kalten Quellen des Nankai-Grabens aufzeigt, sowie eine Studie im The Zoological Journal of the Linnean Society unter der Leitung von Dr. Naoto Jimi, die die bemerkenswerte Evolutionsgeschichte symbiotischer, in Schwämmen lebender Würmer beleuchtet, die sich so entwickelt haben, dass sie „in einem gläsernen Schloss“ leben.

„Die Entdeckungen im Nankai-Graben und in der Shichiyo-Seamount-Kette machen uns deutlich, wie wenig von unseren Ozeanen tatsächlich erforscht wurde. Durch die Unterstützung solcher Missionen trägt die Nippon Foundation dazu bei, neue Wissenshorizonte für Japan und die Menschheit zu erschließen.“ Mitsuyuki Unno, Executive Director, The Nippon Foundation

„Jede Entdeckung einer neuen Art im Rahmen des Ocean Census ist ein Schritt hin zum Verständnis, zur Wertschätzung und letztlich zum Schutz unseres gemeinsamen Ozeans. Diese Expedition zeigt, was möglich ist, wenn wissenschaftliche Einrichtungen von Weltklasse zusammenarbeiten, um das Unbekannte zu erforschen.“ –  Dr. Michelle Taylor, Head of Science, The Nippon Foundation–Nekton Ocean Census

Leben in einem Glasschloss An der Shichiyo-Unterwassergebirgskette – einer Reihe von Tiefsee-Vulkangipfeln 500 bis 700 km südöstlich von Tokio – entdeckten Forscher ein komplexes biologisches Beziehungsgeflecht innerhalb der Glasschwämme. Diese Schwämme bauen ein Skelett aus Siliziumdioxid auf, das einen starren, durchsichtigen Lebensraum bildet.

In diesen Strukturen wurden zwei neue Arten von Vielborstwürmern – Dalhousiella yabukii und Leocratides watanabeae – entdeckt, die dort in Symbiose leben. Die vollständige Studie ist hier verfügbar.

Ausweitung der maritimen Grenzen Japans Die Tauchgänge am Shichiyo-Unterwasserberg, der bislang weitgehend unerforscht war, brachten zudem Folgendes zutage:

  • Fünf neue Arten von Zwergkrebsen, darunter die Gattung Munidopsis.
  • Neu entdeckte Meereslebewesen, darunter Oktokorallen, Nemertinier, Amphipoden und Kinorhynchen.
  • Verbreitungsausdehnungen bei mehreren Arten, von denen bisher angenommen wurde, dass sie in japanischen Gewässern selten oder gar nicht vorkommen.

Zusammengenommen unterstreichen diese Entdeckungen, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit für den Schutz und das Verständnis der verborgenen Meeresgebiete dieser Welt ist.

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