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Home»Aktuelles»Europäische Solarindustrie bereit Fertigungskapazitäten hochzufahren
Aktuelles

Europäische Solarindustrie bereit Fertigungskapazitäten hochzufahren

Schweizer FachmedienBy Schweizer Fachmedien24. Juni 20262 Mins Read
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Die europäische Solarpolitik verschiebt sich. Mit den aktuellen Einschränkungen für Wechselrichter aus China reagiert die EU auf wachsende Sicherheitsbedenken im Energiesystem. Hintergrund sind digital vernetzte Komponenten, die potenziell externe Eingriffe in kritische Infrastruktur ermöglichen könnten. 

Die Debatte markiert einen Wendepunkt. Cybersecurity wird zur zentralen industriepolitischen Frage. Wechselrichter sind längst nicht mehr nur Hardware, sondern Teil komplexer, vernetzter Energiesysteme und zählen damit zur kritischen Infrastruktur. Jeder Wechselrichter-Hersteller kann seine Produkte fernsteuern. Die Souveränität zum Fernzugriff bei Fronius liegt in Europa. Das hat direkte Auswirkungen auf die Themen Datenhoheit, Systemintegrität und die Kontrolle über Software-Updates. 

„Die aktuellen Diskussionen zeigen klar, dass Energieversorgung und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden sind,“ sagt Harald Scherleitner, CSO der Fronius International GmbH. „Entscheidend ist jetzt, dass wir beides ermöglichen: eine schnelle Energiewende und eine resiliente Infrastruktur mit möglichst geringen Abhängigkeiten und vertrauenswürdigen Lieferketten.“

Für europäische Hersteller bedeutet das vor allem eines: liefern. Die Voraussetzungen dafür sind vorhanden und zwar technologisch wie industriell. „Wir sprechen nicht über zukünftige Möglichkeiten, sondern über bestehende industrielle Stärke,“ so Scherleitner. „Unsere Fertigungskapazitäten sind da, wir sind bereit zu liefern.“

Die Fronius-Fertigungskapazitäten können innerhalb von sechs bis zwölf Monaten auf 17 Gigawatt pro Jahr beziehungsweise 115.000 Wechselrichtern pro Monat erhöht werden. Europäische Anbieter können bereits heute einen relevanten Beitrag leisten, um Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig den Ausbau stabil abzusichern.

Die Diskussion macht sichtbar, wie stark Europa zuletzt auf Importe angewiesen war. Gleichzeitig zeigt sie, dass eine sichere und nachhaltige Energiewende eine starke industrielle Basis in Europa braucht. „Die Industrie ist bereit. Jetzt braucht es klare und verlässliche Rahmenbedingungen durch die europäische Politik, damit wir diese Stärke voll entfalten können“, ergänzt Scherleitner.

Solarindustrie
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