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Aktuelles

Patrick Barblan: Unser neuer Geschäftsführer im Interview

adminBy admin16. März 20263 Mins Read
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Seit dem 1. Januar 2026 leitet Patrick Barblan die Asga als Geschäftsführer und übernimmt den Vorsitz der Geschäftsleitung. Mit fundiertem Fachwissen, klaren Perspektiven und grossem Engagement gestaltet er die Asga aktiv auf ihrem Weg in die Zukunft. In seinem frisch bezogenen Büro haben wir ihn getroffen, um mehr über seine Motivation, seine Vision für die Asga und seine Einschätzung zur Zukunft der 2. Säule zu erfahren.

Was hat dich motiviert, Geschäftsführer der Asga zu werden?

Schon immer war ich klar der KMU-Typ, auch wenn ich viele Jahre in grossen Versicherungskonzernen tätig war. Nach meiner langjährigen Erfahrung im Vorsorgemarkt war die Asga deshalb meine erste Wahl. Tatsächlich gibt es nur wenige Vorsorgeeinrichtungen, die für mich als neue Arbeitgeberin überhaupt in Frage kamen. Die Asga ermöglicht es mir, dank ihrer idealen Grösse und der kurzen Entscheidungswege unternehmerisch zu handeln, fokussiert umzusetzen und somit rasch Wirkung für Mitglieder, Versicherte sowie Mitarbeitende zu erzielen.

Hinzu kommen verschiedene anspruchsvolle Themenfelder wie die Digitalisierung, die demografische Entwicklung und das regulatorische Umfeld. Diese Herausforderungen machen meine Arbeit als Führungskraft besonders spannend.

Welche langfristige Vision hast du für die Asga?

Die Asga soll und muss ihre äusserst attraktive Position im Markt der beruflichen Vorsorge beibehalten. Dafür steht eine weiterhin solide, sicherheitsorientierte Geschäftspolitik mit attraktivem Pricing und überzeugenden Leistungen. Die genossenschaftliche Verankerung garantiert eine klare Ausrichtung auf die Interessen der Mitglieder und Versicherten. Ergänzt wird dies durch den Anspruch, mit dem „Best-in-Class“-Ansatz eine erstklassige Kundenbetreuung sicherzustellen.

Parallel dazu investieren wir gezielt in die IT-Infrastruktur sowie in die Automatisierung und Digitalisierung unserer Prozesse. Ziel ist der schrittweise Übergang zu einem digitalen Geschäftsmodell. Ein grosser Teil der Abläufe in der beruflichen Vorsorge eignet sich für eine vollautomatisierte „Machine-to-Machine“-Abwicklung.

Dadurch gewinnen wir mehr Freiraum für den persönlichen Kontakt. Und so können wir die Beratung und Betreuung der Mitglieder und Versicherten weiter verbessern, anstatt den Fokus auf reine Verwaltungstätigkeiten zu legen.

Zudem bin ich überzeugt, dass sich der Markt der Vorsorgeeinrichtungen weiter konsolidieren wird. Die Asga will diesen Wandel aktiv mitgestalten und dabei eine klare, zukunftsgerichtete Vorwärtsstrategie verfolgen.

Wie siehst du die Zukunft der beruflichen Vorsorge im Allgemeinen?

Grundsätzlich bin ich von den Vorteilen des 3-Säulen-Systems in der schweizerischen Altersvorsorge überzeugt und damit auch vom langfristigen Bestand der beruflichen Vorsorge als tragendes Element dieses Systems. In den kommenden Jahren dürfte der politische Fokus jedoch eher auf der 1. Säule, der AHV, liegen, während wir in der beruflichen Vorsorge eher vor ökonomischen und technischen Herausforderungen stehen.

In 3 Bereichen erwarte ich fundamentale Entwicklungen und Veränderungen:

  1. Digitalisierung der Geschäftsmodelle:
    Wie bereits erwähnt, rechne ich damit, dass sich die grösseren Anbieter – insbesondere die Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen – zunehmend auf automatisierte sowie digitale Geschäftsmodelle ausrichten werden.
  2. Konsolidierung:
    Auch dies wurde bereits angesprochen. Ich gehe von einer weiteren Konsolidierung auf der Angebotsseite aus, sowohl bei den Vorsorgeeinrichtungen als auch bei den Systemanbietern. Besonders die Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen dürften dabei erneut Marktanteile gewinnen.
  3. Regulierung:
    Bezüglich der regulatorischen Rahmenbedingungen unseres Geschäfts sehe ich die Situation weniger optimistisch. Ich gehe eher davon aus, dass sich diese für unser Geschäft weiter verkomplizieren könnten, falls die Politik sich in Zukunft wieder damit befassen sollte. Die grossen Anbieter werden dies bewältigen können – wie sie es bereits heute tun – während kleinere Anbieter unter erhöhtem Konsolidierungsdruck stehen dürften.
Patrick Barblan
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